Es ist geschafft: Am 2. September 2026 hat die Bezirksverordnetenversammlung Neukölln in ihrer 54. öffentlichen Sitzung unseren Einwohnerantrag zur Verkehrsberuhigung der Harzer Straße und des Kiehlufers beschlossen. Nach fast einem Jahr intensiver Arbeit ist das ein großer Erfolg für unseren Kiez und für alle, die sich dafür eingesetzt haben.
Was jetzt beschlossen wurde
Der Einwohnerantrag fordert vom Bezirksamt Neukölln folgende vier Maßnahmen:
- Die Übertretung der Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h wird verhindert, z.B. mit Geschwindigkeitsanzeige, Fahrgassenversatz, etc.
- Die Verkehrssicherheit für Fußgänger (insbesondere Kinder und Senioren) und Fahrradfahrende soll auf schnellstmögliche Weise (z.B. Installation von Verkehrsinseln, Gehwegvorstreckungen, Fußgängerüberwegen und/oder Kap-Haltestellen) an möglichst allen Kreuzungen der Harzer Straße sichergestellt werden.
- Der Kreuzungsbereich Harzer Straße / Kiehlufer / Lohmühlenbrücke / Lohmühlenstraße soll umgestaltet werden, so dass eine sichere Querung möglich ist und die Harzer Straße an der Einmündung baulich als Nebenstraße kenntlich gemacht wird, unter anderem durch Fahrbahnverschmälerung. Das schließt eine Asphaltierung des letzten Teilstücks der Harzer Straße ein, um die Lärmbelastung zu senken.
- Der Durchgangsverkehr in der Harzer Straße und am Kiehlufer wird mit schnell umsetzbaren Mitteln verhindert, mit Ausnahmen für ÖPNV, Rettungsdienste, Anwohnende, Müllabfuhr u.Ä.
Was das jetzt bedeutet und was nicht
Ein Beschluss der BVV bedeutet noch nicht automatisch, dass alle Maßnahmen unmittelbar umgesetzt werden. Mit dem positiven Beschluss wird das Bezirksamt aufgefordert, sich konkret mit den geforderten Maßnahmen auseinanderzusetzen und deren Umsetzung zu prüfen. Dabei spielen Zuständigkeiten, rechtliche Voraussetzungen, Finanzierung und die konkrete verkehrliche Planung eine Rolle.
Fragt selbst beim Bezirk nach!
Jede:r Anwohner:in kann sich jederzeit direkt beim Bezirksamt Neukölln nach dem aktuellen Stand der einzelnen Maßnahmen erkundigen, zum Beispiel über eine eigene Einwohneranfrage an die BVV Neukölln. Je mehr von uns regelmäßig nachfragen, desto mehr Aufmerksamkeit bleibt bei dem Thema, und desto schwerer lässt sich die Umsetzung auf die lange Bank schieben. Wir freuen uns außerdem über jede Rückmeldung, was ihr in Erfahrung gebracht habt!
Danke!
Dieser Erfolg gehört allen, die unterschrieben, gesammelt, diskutiert, sich mit den Fraktionen ausgetauscht und bei den Sitzungen mitgemacht haben. Ohne diesen breiten Rückhalt aus dem Kiez wäre das nicht möglich gewesen.
